
"Wie bitte?" so die Reaktion im sächsischen Corona-Untersuchungsausschuss auf die Erinnerung des Zeugen Prof. Dr. Jörg Matysik, wonach Sachsen Quarantäne-Verweigerer internieren wollte.
Ein zugespieltes Dokument bestätigt nun das, was die Gesundheitsministerin Petra Köpping bis heute abstreitet, nämlich dass für Quarantäne-Verweigerer Psychiatrien angedacht waren. Aus einer internen Verfahrensanweisung geht unmissverständlich hervor, wie mit sogenannten "nicht medizinischen Quarantäne-Verweigerern", die "Corona positiv" (PCR) oder "einer Infektion dringend verdächtig" seien, umzugehen sei.
So sollten ins sächsische Psychiatriekrankenhaus Arnsdorf bis zu 6 Quarantäne-Verweigerer überstellt und in Einzelzimmern unter Polizeibewachung untergebracht werden. Nach der Überstellung sollte eine psychopathologische Untersuchung durchgeführt werden.
Wie die Debatte im sächsischen UA am 23.04.2026 ablief, hat Journalistin Claudia Jaworski in ihrer Kurzreportage dokumentiert. Wie die Klinik und das Gesundheitsministerium auf das Dokument reagiert haben, berichtet der NIUS-Journalist Felix Perrefort in seinem detaillierten Artikel.
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